Pünktlich zum Start in die neue Saison dürfen wir ein neues Buch rund um unsere Slowflowers in den Buchläden begrüßen, wie toll ist das denn?! "Nachhaltige Schnittblumen. Slowflowers - vom Anbau bis zum Verkauf" heißt unser Neuzugang und wir sind sehr gespannt, was sich im Inneren der 190 Seiten verbirgt.
Blumen wecken Gefühle in uns, begleiten unsere Rituale und markieren besondere Momente in unserem Leben. Mit SLOW FLOWERS wollen wir uns umgeben, denn in ihnen liegt Kraft und Zauber.
Von wem dieses Zitat stammt und warum sie uns mit einem zweiten Buch versorgt? Welches Kapitel sie eigentlich nicht so gern geschrieben hat und welche Stelle die liebste ist? Wir durften Margrit de Colle alle unsere Fragen stellen und nehmen euch gerne mit in ein paar Gedanken zum Buch!
Margrit de Colle ist Bio Bäuerin in der Südoststeiermark, Soziologin und Autorin, Blumenpflückerin und Unternehmerin und versorgt viele Menschen mit ihrem Betrieb "Vom Hügel" mit wunderbaren Slowflowers und anderen tollen Schätzen. Vorhang auf für das zweite #slowflowerbuch Interview auf diesem Blog!
Eine ganz allgemeine, aber wichtige Frage zu Beginn an dich Margrit: Für wen hast du das Buch geschrieben, wer wird es richtig toll finden?
Für alle Blumenfreund*innen – sei es an der bunten Pracht im Garten oder in der Vase – denn man/frau musss sich nicht nur für eines entscheiden – im Gegenteil!
Blumen wecken Gefühle in uns, begleiten unsere Rituale und markieren besondere Momente in unserem Leben. Mit SLOW FLOWERS wollen wir uns umgeben, denn in ihnen liegt Kraft und Zauber.
Das ist wunderschön und wahrscheinlich auch für viele Slowflower-Menschen ein ganz großer Antrieb. In deinem Buch wird ja ganz viel Wissen vermittelt, aber dieser Zauber der Blumen wirkt am besten durch die Bilder, die das Ganze so schön begleiten. Wie sind diese entstanden?
Die Fotografin Renata Trummer von fotogenia.at gehört seit Jahren zu meinem engsten Team und ist der der absolute Fotoprofi und natürlich stets mittendrinnen im Hügelgeschehen. Für das Buch haben wir gemeinsam unsere Lieblingsfotos aus tausenden im Archiv ausgewählt.
Das heißt, ihr habt aus ganz viel Material dann die passenden Bilder zu deinen Texten gefunden und nicht zu den Kapiteln Fotos erstellt, das ist ja spannend! Wie toll, dass ihr einen so passenden Fundus hattet und zu allem so schönes Bildmaterial zur Veranschaulichung im Buch zu finden ist! Welches Kapitel hat dich denn die meisten Nerven und Zeit gekostet beim Schreibprozess?
Die Pflanzenportraits – aber besonders deshalb, weil ich mich beschränken musste. Die Vielfalt wäre um so vieles größer...
Oh ja, das können wir uns vorstellen! Wir haben gerade mal nachgesehen und finden ja dennoch über 20 Portraits, das ist ja schon einiges an Lesestoff. Aber von Blumenvielfalt kann mensch bekanntlich nie genug haben... Welche Stelle im Buch ist denn deine liebste?
Die in der es um die kulturelle Bedeutung von Blumen – und zwar den richtigen – für die Menschen und unsere Gesellschaft geht.
Industrieblumen wachsen nicht in der Erde, sehen keine Sonne. wurden niemals von Bienen besucht. Sie sind ständig verfügbar, die gleichen Sorten sind das ganze Jahr hindurch erhältlich. Das ist schade, denn dabei geht viel Zauber verloren. Blumen berühren uns nicht mehr.
Es geht um Wertschätzung und Respekt!
Saisonal, regional, biologisch und fair kultivierte Blumen dürfen nicht länger ein Nischenprodukt bleiben, sondern müssen eine absolute Selbstverständlichkeit werden.
Da sind wir ganz bei dir! Ist das einer der Gründe, warum du nach deinem ersten Buch "Bio-Schnittblumen aus dem eigenen Garten" nun noch einmal eines geschrieben hast? Was ist beim zweiten Buch vielleicht ganz ähnlich oder auch ganz anders zum ersten?
Neu ist die verstärkte Auseinandersetzung mit der herkömmlichen Blumenindustrie inklusiver konkreter Zahlen – es gibt natürlich keine Lösung (Slowflowers) ohne Problem (Industrieblumen)! Ähnlich ist das Anbaukapitel, denn eine Zinnie braucht auch 10 Jahre nach dem ersten Buch, auch im zweiten noch Sonne und durchlässigen Boden zum Wachsen. Auch weiter ausgeführt ist dann die Sicht auf die unternehmerische Umsetzung von Blumen Projekten, sprich Kalkulation etc.
Das heißt, für alle, die Blumen anbauen um auch Geld damit zu verdienen, gibt es hier einiges an gutem Wissen mit an die Hand, aber die Anbauthemen bleiben uns erhalten, das klingt super! Du baust nun seit fast 20 Jahren nachhaltige Blumen an und gehörst damit sicherlich zu Pionierinnen. Was hat sich seit deinen Anfängen verändert? Was ist jetzt leichter?
Schön langsam scheint es sich herum zu sprechen, dass Nachhaltigkeit nicht bei der eigenen Verdauung aufhört… und ein bisserl weitergedacht werden kann.
Jede Revolution braucht Mitstreiter*innen und auch ein Bewusstsein in der Bevölkerung – umso mehr nachhaltige Blumenfreund*innen – umso besser.
Vielen Dank für dieses wunderbare Schlusswort und deine Einblicke in dein neues Buch! Wir sind sehr inspiriert und freuen uns, dass es nun noch mehr Lektüre gibt für alle, die gerne Slowflowers anbauen wollen!
Interview: Emma Auerbach, Bildmaterial: Haupt Verlag
Nachhaltige Schnittblumen. SLOWFLOWERS - VOM ANBAU BIS ZUM VERKAUF
190 Seiten // Hardcover Deutsch
Preis: 36 EUR
erschienen im Haupt Verlag bestellbar über den lokalen Buchhandel und online
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